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Bakteriologie

Was wird in der Folge besprochen:

Welche Proben kommen in Frage? Woher? Wie?

  • Abstriche, Sekrete, Abklatsche von allen interessierenden Oberflächen, z.B. auch Ösophagus!
  • Punktionen von Flüssigkeitsansammlungen aber auch Resistenzen.

Warum Abnahme direkt in der Ordination?

  • sie erpart Anweisungen an eine ausführende Stelle
  • die Probe wird sicher von der richtigen Stelle entnommen
  • sie wird JETZT entnommen, wo man (noch) sieht, was zu sehen ist
  • keine zwischenzeitlichen Verfälschungen (z.B durch Eigenmedikation)
  • absolut kürzeste Zeit bis zum fertigen Kulturergebnis
  • die PatientInnen haben keinen zusätzlichen Weg
  • die vermehrte Zuwendung freut die PatientInnen

Merke:
Aufmerksamkeit und Sorgfalt bei der Abnahme sind entscheidend für das Ergebnis
Für jede BAK braucht es das Gram Präparat =
der begleitende Ausstrich für das gefärbte Mikroskop-Präparat

  • Durch den Befund im Mikroskop (Grampräparat) wird kontrolliert, ob das Ergebnis der Kultur fachlich plausibel ist.
  • Können angezüchteten Bakterien zu den Bakterien und der Entzündung im Mikroskop passen?
  • Fehlen in der Kultur Bakterien, die hätten wachsen müssen? wurden sie durch eine laufende Therapie oder sonstige Behandlungen so geschädigt, dass sich nicht mehr wachsen können?
  • Wachsen Bakterien, die nach dem Entzündungsbild und dem Eindruck im Mikroskop nicht vorkommen dürften: Einschleppung? Verunreinigung?
  • Könnte es sich um eine Präparatverwechslung handeln?
  • Wichtig! Eigener Abstrichtupfer für das Gram-Präparat! nicht der Tupfer für die Kultur!

Was braucht man?

1. Für die Kultur Transportmedium (Originalpackung!):

Ein „steriles Watte-Stäbchen“ + ein Röhrchen mit Transportmedium

2. Für den Gram:

Glasobjektträger + 1 frisches Wattestäbchen für den Ausstrich

Für die Kultur:

  1. mit dem „sterilen Watte-Stäbchen“ von der Wunde abstreichen,
  2. Kappe des Transportmediums abziehen,
  3. „steriles Watte-Stäbchen“ ins Mediums versenken und mit der Kappe des Stäbchens verschließen
  4. BESCHRIFTEN: Pat.Name, Geb.Dat. + DATUM DER ENTNAHME!

Sonderfall - Flüssigkeiten:

  1. mit Injektionsspritze aufziehen,
  2. Kappe des Transportmediums abziehen und wegwerfen,
  3. Punktat in das Transportmedium injizieren/darübergießen
  4. „steriles Watte-Stäbchen“ ins Medium versenken und mit der seiner Kappe verschließen
  5. BESCHRIFTEN: Pat.Name, Geb.Dat. + DATUM DER ENTNAHME!

Gram - ganz einfach

Was für Proben kommen in Frage? Woher? Wie?

  • Abstriche, Sekrete, Abklatsche von allen interessierenden Oberflächen, z.B auch Ösophagus !
  • Punktionen von Flüssigkeitsansammlungen aber auch Resistenzen

Warum Abnahme direkt in der Ordination?

  • Sie erpart Anweisungen an eine ausführende Stelle,
  • die Probe wird sicher von der richtigen Stelle entnommen,
  • sie wird JETZT entnommen, wo man (noch) sieht, was zu sehen ist,
  • keine zwischenzeitlichen Verfälschungen (z.B durch Eigenmedikation),
  • absolut kürzeste Zeit bis zum fertigen Kulturergebnis,
  • die PatientInnen haben keinen zusätzlichen Weg,
  • die vermehrte Zuwendung freut die PatientInnen.

MERKE: Aufmerksamkeit und Sorgfalt bei der Abnahme sind enscheidend für das Ergebnis.

Bakteriologie für HP

Proben: aus Antrum und Corpus:

ACHTUNG: Kein Kontakt der Probe mit Formalin - verhindert Wachstum!!

Zeitpunkt: Therapiepause vor Probennahme notwendig:
1 Woche wenn nur PPI und Antibiotika

4 Wochen nach einer Eradikation
Transport: gekühltes Transportgel (Port-A-Cul für H.p. 6-12°C)

Biopsien werden hineingedrückt.

Anmeldung und Abstimmung zur Abholung.

Harnproben

  1. 20 ml Morgenharn in sterilem Becher, umgehend ins Labor zu bringen.

  2. Vorbebrüteten Uricult abholen lassen.

    ACHTUNG: für die Kultur ist Morgenharn gut, für Urozytologie hingegen nicht geeignet!

  3. Für zusätzliche zytologische Harnuntersuchungen: Harnprobe NACH dem Morgenharn.

Stuhlproben

  1. Für Stuhlkulturen sind Stuhlserien erforderlich, von 3 (drei) verschiedenen Tagen

  2. Zuweisungsschein für Stuhlserie ausstellen und

    PatientInnen mit Zuweisungsschein ins HZL schicken,

    sie werden hier instruiert und es wird eine ausführliche Anamnese erhoben.

Transportmedien, Transport bakterieller Proben

  • Originalverpackungen bestehend aus schlankem Röhrchen mit gelartigem Transportmedien und „sterilem Watte-Stäbchen“
    - beimpft bei Zimmertemperatur zu lagern,
    das Medium hält die Bakterien für ca. 5 Tage in einem Ruhestadium,
  • je länger die Ruhezeit, desto schlechteres Wachstum in der Kultur,
  • Uricult üblicherweise in der Ordination vorbebrüten,
  • Harn im Harnbecher, steril, muss unmittelbar ins Labor gebracht werden.
  • Stuhlröhrchen müssen innerhalb 1 Stunde im Labor einlangen.
  • Endoskopieproben für Helikobakter: spezielle Transportmedien, kühler Transport - umgehend (= Abstimmung mit Botendienst!)

Verbrauchsmaterialien (Versandgefäße und Abnahmematerial) werden von uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Boten besorgen den Nachschub.

Begleitschein WICHTIG! Korrekt und lesbar ausfüllen.

Pro Probe: eindeutige topografische Angabe.

Relevante Beschwerden, Therapien und Vorbefunde Konkrete Fragen.